Kostenlose Vergabe von CO2-Zertifikaten - Ökonomische Notwendigkeit oder umweltpolitischer Sündenfall?

von: Phillip Weber

GRIN Verlag , 2010

ISBN: 9783640583997 , 44 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: DRM

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Preis: 9,99 EUR

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Kostenlose Vergabe von CO2-Zertifikaten - Ökonomische Notwendigkeit oder umweltpolitischer Sündenfall?


 

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Allgemeines, Note: 1,6, Fachhochschule Kufstein Tirol, Sprache: Deutsch, Abstract: Hintergrund dieser Arbeit ist die aktuelle Debatte um den Handel bzw. die kostenlose Vergabe der CO2-Zertifikate ab 2013. Nach den Vorstellungen der EU-Kommission soll die Industrie schrittweise in die Ersteigerung von Emissionsberechtigung einsteigen. Die Unternehmen sollen alle Emissionszertifikate ab 2020 ersteigern müssen, die sie derzeit noch kostenlos zugeteilt bekommen. Die Abbildung der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) zeigt die am Emissionshandel teilnehmenden Anlagen und deren Ausstattung mit Emissionsberechtigungen in der zweiten Handelsperiode 2008-2012 im Vergleich mit deren Kohlendioxidemissionen des Vorjahres. Die Unternehmen des Energiesektors erhalten danach nur noch zwei Drittel der Zertifikate kostenlos. Bei Energieanlagen findet die gesetzliche Regel der DEHSt Anwendung, die besagt: Je mehr CO2 der Brennstoff freisetzt, desto weniger kostenlose Zertifikate erhält die Anlage. Anlagen des Industriesektors erhalten fast alle Berechtigungen kostenlos. Anlagen mit weniger als 25.000 Tonnen jährlichem CO2-Ausstoß, sogenannte Kleinemittenten, erhalten alle von ihnen benötigten Berechtigungen kostenlos. 2008 wurden an 1.625 Teilnehmer insgesamt 451,81 Millionen kostenlose Zertifikaten ausgegeben. Aus Sicht der Umweltaktivisten sollte es keine kostenlose Vergabe von Emissionsberechtigungen geben, da sie ihrer Meinung nach das Instrument Emissionshandel ad absurdum führen. Sie argumentieren, dass eine unentgeltliche Vergabe aus volkswirtschaftlicher Sicht eine Art Subvention darstellt, die besonders Anlagen mit viel CO2-Ausstoß, wie zum Beispiel Kohlekraftwerke subventionieren und dadurch erst betriebswirtschaftlich rentabel machen. Diese Arbeit soll die Frage klären, ob kostenlose Emissionsberechtigungen ökonomischen Notwendig sind oder nur umweltpolitische Auswirkungen haben.