Kraterkunst. Zur theatralen Dimension der Vulkanprojekte von Kain Karawahn und James Turrell

von: S. Brandl

GRIN Verlag , 2014

ISBN: 9783656596158 , 134 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: DRM

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Preis: 39,99 EUR

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Kraterkunst. Zur theatralen Dimension der Vulkanprojekte von Kain Karawahn und James Turrell


 

Magisterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Kunst - Sonstiges, Note: 1.0, Freie Universität Berlin (Institut für Theaterwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand der hier vorgestellten Magisterarbeit des Theaterwissenschaftlers Sandro Brandl, 2009 erschienen an der Freien Universität Berlin, Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, Institut für Theaterwissenschaft, sind zwei Vulkane und zwei Künstler: Der Künstler Kain Karawahn lässt sich von der Kulisse des aktiven Vulkans Stromboli inspirieren und beruft hierzu jedes Jahr einen internationalen Feuersalon auf der italienischen Insel ein. Der Lichtkünstler James Turrell entwickelt am erloschenen Vulkan Roden Crater in der Wüste von Arizona einen riesigen Wahrnehmungsapparat für die umgebenden landschaftlichen und atmosphärischen Phänomene. Beide Vulkanprojekte haben vieles miteinander gemein: Beide Künstler veranstalten Kunst am Kraterrand. Der Vulkan wird dabei von beiden Künstlern dramatisch inszeniert und tritt als ästhetisches Sujet auf. In Brandls Magisterarbeit werden die Vulkanprojekte der Künstler Kain Karawahn und James Turrell als theatrale Erfahrungsräume charakterisiert wie auch gleichzeitig hinterfragt. Brandls Untersuchung beschäftigt sich mit der Wahrnehmung, Darstellung und Instrumentalisierung der Vulkane. Die Arbeit stellt sowohl Fragen nach der künstlerischen Vermittlung anhand der jeweiligen Inszenierung, wie auch nach der ästhetischen und theatralen Funktion der beiden Vulkanprojekte. Durch eine Zusammenführung von persönlichen Eindrücken, Begegnungen und Gesprächen, Raum- und Naturtheorien und einer vergleichenden Gegenüberstellung der beiden künstlerischen Produktionen wird die ästhetische Transformation des theatralen und wissenschaftlichen Umgangs mit Vulkanen dargestellt. Am Ende von Brandls Arbeit vereinen sich beide Künstler in der Figur des Projektemachers im Sinne von Experimentatoren zur Generierung von Erkenntnissen und Erfahrungen. Hier wird deutlich, dass die Vulkanprojekte als theatrale Erfahrungsräume aus der Praxis selbstorganisierter Handlungen und selbstinszenierter Erfahrungen dem 'Wahrnehmungsdunkel' des Alltags entgegentreten. Die inszenierten Räume der Vulkanprojekte, so wird sich zeigen, schärfen den Blick des Betrachters für bislang unbeachtete Kunst- und Naturphänomene. Die Arbeit bietet einen gegenwärtigen Einblick in die Thematik Vulkan und Theater, die bisher in keiner Forschungsliteratur der Theaterwissenschaft untersucht und selbst in der bildenden Kunst bisher nur historisch aufgearbeitet worden ist.